„Die Grundsätze des Kampfes sind für alle Waffen die gleichen. Ihre Anwendung ist jedoch in hohem Maße bedingt durch die verfügbaren technischen Kampfmittel. Über Verwendung und Einsatz von Panzerkampfwagen sind die Meinungen noch sehr geteilt. Das ist nicht verwunderlich. Ist doch das Verharrungsvermögen bei allen Armeen – aber nur zum Teil mit einem gewissen Recht – besonders groß. Die Erfahrungen des Weltkrieges weisen zwar eindeutig auf Zusammenfassung der Panzerkampfwagen in Massen an entscheidender Stelle hin. Das entspricht auch dem Grundsatz der Schwerpunktbildung. Die Erfahrungen scheinen aber vielen noch nicht ausreichend, besonders nachdem in der Zwischenzeit die Abwehrmittel nach Zahl und Wirkung erheblich verstärkt worden sind. Eines ist aber wohl klar, daß jedes technische Kampfmittel – auch der Panzerkampfwagen – bis zur äußersten Strenge aller seiner Möglichkeiten ausgenutzt werden soll und muß. Das bedingt, daß die Möglichkeiten nicht gehemmt werden durch Rücksichten auf das vorhandene Alte. Das neue Kampfmittel soll vielmehr richtunggebend sein. Das Alte muß im Sinne der gebotenen Möglichkeiten weiter entwickelt, notfalls geändert werden.“ (Heinz Guderian, Achtung Panzer!)
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  • Die Gallier wurden heute (1870) bei Weißenburg geschlagen. Geschlagen hat sie unser Kronprinz Friedrich mit seiner III. Armee. Eine schöne Eröffnung des großen Gallischen Krieges von 1870-71. Neben der Abwehr des siebzehnten gallischen Angriffs seit den Tagen Kaiser Karls V., verdanken wir Deutschen diesem die Wiederherstellung unseres Kaisertums und Reiches sowie die Befreiung Lothringens von der gallischen Fremdherrschaft. Im Wesentlichen bestand die Schlacht aus der Erstürmung der lothringischen Stadt Weißenburg und der Flucht der Gallier. Nur einige Stunden tobte der Kampf. Das Gallienlied sollte bei unserer kleinen Siegesfeier auch nicht fehlen: https://www.youtube.com/watch?v=StWjukZYXWM
    „Kamerad, wir marschieren gen Westen
    Mit den Bombengeschwadern vereint;
    Und fallen auch viele der Besten,
    Wir schlagen zu Boden den Feind!
    Vorwärts! Voran, voran!
    Über die Maas,
    Über Schelde und Rhein
    Marschieren wir siegreich
    Nach Frankreich hinein, hinein,
    Marschieren wir, marschieren wir
    Nach Frankreich hinein.
    Sie wollten das Reich uns verderben,
    Doch der Westwall der eherne, hält;
    Wir kommen und schlagen in Scherben
    Ihre alte verrottete Welt.
    Vorwärts! Voran, voran!
    Über die Maas,
    Über Schelde und Rhein
    Marschieren wir siegreich
    Nach Frankreich hinein, hinein,
    Marschieren wir, marschieren wir
    Nach Frankreich hinein.
    Kamerad, wir marschieren und stürmen,
    Für Deutschland zu sterben bereit
    Bis die Glocken von Türmen zu Türmen
    Verkünden die Wende der Zeit.
    Vorwärts! Voran, voran!
    Über die Maas,
    Über Schelde und Rhein
    Marschieren wir siegreich
    Nach Frankreich hinein, hinein,
    Marschieren wir, marschieren wir
    Nach Frankreich hinein.“
    Unser Feldherr Helmuth von Moltke hat uns die Geschichte des gallischen Krieges von 1870-71 niedergeschrieben und damit der amerikanischen Umerziehung vorbeugend einen Esel gebohrt. Den Schlachtplan der Gallier scheint damals wirklich der Monty gemacht zu haben, diese scheinen nämlich nicht damit zu rechnen, daß ihr Feind nennenswerten Widerstand leisten könne (obwohl ihnen die Feldzüge unseres Helmuths von Moltke gegen die Dänen und Österreicher eine Warnung hätten sein können): https://archive.org/details/geschichtedesdeu00moltuoft
    „Zur Ausführung dieses Planes wäre erforderlich gewesen, die Hauptkräfte im Elsaß verfügbar zu stellen. Das vorhandene Eisenbahnnetz gestattete aber zunächst nur 100,000 Mann nach Straßburg zu führen, während 150,000 bei Metz ausschiffen mußten und von dort heranzuziehen blieben. 50,000 im Lager von Chalons sollten als Rückhalt dienen, auch konnten noch 115 Bataillone ins Feld rücken, sobald die Nationalgarde sie im Innern des Landes ersetzte. Den einzelnen Korps wurden folgende Sammelpunkte angewiesen: Kaiserliche Garde, General Bourbaki - Nancy, 1. Korps Marschall Mac-Mahon - Straßburg, 2. Korps General Frossard - Sankt Avold, 3. Korps Marschall Bazaine - Metz, 4. Korps General Ladmirault - Diedenhofen, 5. Korps General Failly - Bitsch, 6. Korps Marschall Canrobert - Chalons, 7. Korps General Felix Douay - Belfort, mithin nur zwei Korps im Elsaß, fünf an der Mosel, und von letzteren schon am Tage der Kriegserklärung das 2. Korps als Avantgarde nach Sankt Avold und Forbach, bis hart an die preußische Grenze, vorgeschoben. Letzteres erhielt aber schon jetzt die Weisung, nichts Ernstliches zu unternehmen. Die Truppen waren, ohne das Eintreffen der Ergänzungsmannschaft und Ausrüstung abzuwarten, aus ihren Standorten aufgebrochen. Inzwischen häuften sich die einberufenen Reserven in den Depots, alle Bahnhöfe waren überfüllt, die Eisenbahnen zum Teil schon verstopft. Die Weiterbeförderung stockte, da man oft in den Depots den augenblicklichen Standort der Regimenter nicht kannte, an welche die Mannschaften abzusenden waren. Trafen diese endlich bei ihren Regimentern ein, so mangelten ihnen die notwendigsten Ausrüstungsgegenstände. Den Korps und Divisionen fehlten die Trains, die Lazarette und fast das gesamte Verwaltungspersonal. Magazine waren nicht im Voraus angelegt worden, und die Truppen wurden auf die Bestände der Festungen angewiesen. Diese selbst befanden sich in vernachlässigtem Zustande, denn auf sie war bei der sichern Erwartung, man werde alsbald in Feindesland vorgehen, wenig Rücksicht genommen. So hatte man auch Karten, zwar von Deutschland, nicht aber von dem eigenen Gebiet an die Stäbe verteilt. Zahllose Anforderungen, Klagen und Beschwerden liefen beim Kriegsministerium in Paris ein, welches schließlich den Truppen überlassen mußte, sich zu helfen, wie sie konnten. „On se debrouillera“, hoffte die zentrale Behörde. Als acht Tage nach der Kriegserklärung der Kaiser in Metz eintraf, waren die Truppen noch nicht vollzählig und selbst die Standorte ganzer Heeresteile dort nicht genau bekannt. Er befahl das Vorrücken der Armee, aber seine Marschälle erklärten, daß dies bei den inneren Zuständen vorerst nicht möglich sei. Überhaupt drängte sich allmählich der Gedanke auf, daß statt des beabsichtigten Einbruchs in Feindesland man sich im eigenen zu verteidigen haben werde. Ein starkes feindliches Heer war angeblich zwischen Mainz und Koblenz versammelt; statt von Metz Verstärkungen nach Straßburg abzuschicken, wurden vielmehr deren vom Rhein nach der Saar heranbeordert. Der Entschluß, in Süddeutschland einzubrechen, war bereits aufgegeben, die Flotte ausgelaufen, aber ohne Landungskorps.“
    Die Gallier wurden heute (1870) bei Weißenburg geschlagen. Geschlagen hat sie unser Kronprinz Friedrich mit seiner III. Armee. Eine schöne Eröffnung des großen Gallischen Krieges von 1870-71. Neben der Abwehr des siebzehnten gallischen Angriffs seit den Tagen Kaiser Karls V., verdanken wir Deutschen diesem die Wiederherstellung unseres Kaisertums und Reiches sowie die Befreiung Lothringens von der gallischen Fremdherrschaft. Im Wesentlichen bestand die Schlacht aus der Erstürmung der lothringischen Stadt Weißenburg und der Flucht der Gallier. Nur einige Stunden tobte der Kampf. Das Gallienlied sollte bei unserer kleinen Siegesfeier auch nicht fehlen: https://www.youtube.com/watch?v=StWjukZYXWM „Kamerad, wir marschieren gen Westen Mit den Bombengeschwadern vereint; Und fallen auch viele der Besten, Wir schlagen zu Boden den Feind! Vorwärts! Voran, voran! Über die Maas, Über Schelde und Rhein Marschieren wir siegreich Nach Frankreich hinein, hinein, Marschieren wir, marschieren wir Nach Frankreich hinein. Sie wollten das Reich uns verderben, Doch der Westwall der eherne, hält; Wir kommen und schlagen in Scherben Ihre alte verrottete Welt. Vorwärts! Voran, voran! Über die Maas, Über Schelde und Rhein Marschieren wir siegreich Nach Frankreich hinein, hinein, Marschieren wir, marschieren wir Nach Frankreich hinein. Kamerad, wir marschieren und stürmen, Für Deutschland zu sterben bereit Bis die Glocken von Türmen zu Türmen Verkünden die Wende der Zeit. Vorwärts! Voran, voran! Über die Maas, Über Schelde und Rhein Marschieren wir siegreich Nach Frankreich hinein, hinein, Marschieren wir, marschieren wir Nach Frankreich hinein.“ Unser Feldherr Helmuth von Moltke hat uns die Geschichte des gallischen Krieges von 1870-71 niedergeschrieben und damit der amerikanischen Umerziehung vorbeugend einen Esel gebohrt. Den Schlachtplan der Gallier scheint damals wirklich der Monty gemacht zu haben, diese scheinen nämlich nicht damit zu rechnen, daß ihr Feind nennenswerten Widerstand leisten könne (obwohl ihnen die Feldzüge unseres Helmuths von Moltke gegen die Dänen und Österreicher eine Warnung hätten sein können): https://archive.org/details/geschichtedesdeu00moltuoft „Zur Ausführung dieses Planes wäre erforderlich gewesen, die Hauptkräfte im Elsaß verfügbar zu stellen. Das vorhandene Eisenbahnnetz gestattete aber zunächst nur 100,000 Mann nach Straßburg zu führen, während 150,000 bei Metz ausschiffen mußten und von dort heranzuziehen blieben. 50,000 im Lager von Chalons sollten als Rückhalt dienen, auch konnten noch 115 Bataillone ins Feld rücken, sobald die Nationalgarde sie im Innern des Landes ersetzte. Den einzelnen Korps wurden folgende Sammelpunkte angewiesen: Kaiserliche Garde, General Bourbaki - Nancy, 1. Korps Marschall Mac-Mahon - Straßburg, 2. Korps General Frossard - Sankt Avold, 3. Korps Marschall Bazaine - Metz, 4. Korps General Ladmirault - Diedenhofen, 5. Korps General Failly - Bitsch, 6. Korps Marschall Canrobert - Chalons, 7. Korps General Felix Douay - Belfort, mithin nur zwei Korps im Elsaß, fünf an der Mosel, und von letzteren schon am Tage der Kriegserklärung das 2. Korps als Avantgarde nach Sankt Avold und Forbach, bis hart an die preußische Grenze, vorgeschoben. Letzteres erhielt aber schon jetzt die Weisung, nichts Ernstliches zu unternehmen. Die Truppen waren, ohne das Eintreffen der Ergänzungsmannschaft und Ausrüstung abzuwarten, aus ihren Standorten aufgebrochen. Inzwischen häuften sich die einberufenen Reserven in den Depots, alle Bahnhöfe waren überfüllt, die Eisenbahnen zum Teil schon verstopft. Die Weiterbeförderung stockte, da man oft in den Depots den augenblicklichen Standort der Regimenter nicht kannte, an welche die Mannschaften abzusenden waren. Trafen diese endlich bei ihren Regimentern ein, so mangelten ihnen die notwendigsten Ausrüstungsgegenstände. Den Korps und Divisionen fehlten die Trains, die Lazarette und fast das gesamte Verwaltungspersonal. Magazine waren nicht im Voraus angelegt worden, und die Truppen wurden auf die Bestände der Festungen angewiesen. Diese selbst befanden sich in vernachlässigtem Zustande, denn auf sie war bei der sichern Erwartung, man werde alsbald in Feindesland vorgehen, wenig Rücksicht genommen. So hatte man auch Karten, zwar von Deutschland, nicht aber von dem eigenen Gebiet an die Stäbe verteilt. Zahllose Anforderungen, Klagen und Beschwerden liefen beim Kriegsministerium in Paris ein, welches schließlich den Truppen überlassen mußte, sich zu helfen, wie sie konnten. „On se debrouillera“, hoffte die zentrale Behörde. Als acht Tage nach der Kriegserklärung der Kaiser in Metz eintraf, waren die Truppen noch nicht vollzählig und selbst die Standorte ganzer Heeresteile dort nicht genau bekannt. Er befahl das Vorrücken der Armee, aber seine Marschälle erklärten, daß dies bei den inneren Zuständen vorerst nicht möglich sei. Überhaupt drängte sich allmählich der Gedanke auf, daß statt des beabsichtigten Einbruchs in Feindesland man sich im eigenen zu verteidigen haben werde. Ein starkes feindliches Heer war angeblich zwischen Mainz und Koblenz versammelt; statt von Metz Verstärkungen nach Straßburg abzuschicken, wurden vielmehr deren vom Rhein nach der Saar heranbeordert. Der Entschluß, in Süddeutschland einzubrechen, war bereits aufgegeben, die Flotte ausgelaufen, aber ohne Landungskorps.“
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  • Die Erstürmung der belgischen Festung Lüttich war eine gewaltige Waffentat im Vierjährigen Krieg und so wollen wir Panzertiere den Geburtstag des Eroberers von Lüttich nicht ungefeiert lassen. Unser General Otto von Emmich kam nämlich am heutigen Tag im Jahre 1848 in Minden zur Welt. Im Gallischen Krieg von 1870-71 kämpfte er als junger Offizier und blieb anschließend beim Heer. Im Jahre 1912 wurde er in den Adelsstand erhoben. Neben der Einnahme von Lüttich im Jahre 1914, wirkte er auch an der Schlacht von Gorlice-Tarnow mit. Mit dieser durchbrach unser Feldmarschall August von Mackensen 1915 die russische Front und wendete damit die Kriegslage im Osten zum Guten. Wir Deutschen hatten zwar den Russen in den drei ostpreußischen Schlachten tüchtig aufs Haupt geschlagen, aber die Österreicher schlugen sich nicht mit gleichem Glück. Unser Otto von Emmich war der Sohn eines Obersts und heiratete die Generalstochter Elise Pauline Sophie von Graberg. Für die Einnahme von Lüttich hat unser General von Emmich den Blauen Verdienstorden Friedrichs des Großen abgestaubt und bekommt von der Karo das alte Landsknechtslied „Weit laßt die Fahnen wehen“ zu seinem Geburtstag: https://www.youtube.com/watch?v=140kT4sEWrI
    „Weit laßt die Fahnen wehen,
    Wir woll'n zum Sturme gehen
    Frisch, frei nach Landsknechtsart.
    Laßt den verlor'nen Haufen
    Voran zum Angriff laufen
    Wir folgen dicht geschart.
    Die Mauern wir erklettern,
    Die Türme wir zerschmettern
    Und in die Stadt hinein.
    Wer uns den Lauf will hemmen,
    Sich uns entgegenstemmen
    Der soll des Teufels sein.
    Es harren unser drinnen
    Wenn wir die Stadt gewinnen
    Viel Gold und Edelstein
    Das wird ein lustig Leben
    Im Lager uns dann geben
    Bei Würfelspiel und Wein.
    Die Reihen fest geschlossen
    Und vorwärts unverdrossen
    Falle wer fallen mag.
    Kann er nicht mit uns laufen
    So mag er sich verschnaufen,
    Bis an den jüngsten Tag.“
    Bei unserem Geschichtsschreiber Wilhelm Georg hören wir weiter von der Einnahme Lüttichs: https://digital.staatsbibliothek-berlin.de/werkansicht?PPN=PPN723743711&PHYSID=PHYS_0007&DMDID=
    „Jeden Glückwunsch lehnte er ab: „Was wollt ihr denn, ich habe doch nur meine Pflicht getan!“ war die immer wiederkehrende Antwort. Dann wandte er sich um und schaute weit hinein ins Land. - Am Abend des Siegestages, ein seiner Regen rieselte gerade vom Himmel, wurde in Hannover, Braunschweig, ja weit bis ins fernste Dorf Deutschlands, folgende Depesche bekannt: „Extrablatt. Berlin, 7. August (Meldung des Wolffschen Bureaus). Lüttich ist von den deutschen Truppen im Sturm genommen worden. Nachdem die Abteilungen, die den Handstreich auf Lüttich unternommen hatten, verstärkt worden waren, wurde der Angriff durchgeführt. Heute morgen um acht Uhr war die Festung in deutschem Besitz.“ Ein zweites Extrablatt vom selben Tage verkündet die Verleihung des Ordens „Pour-Le-Merite“ an den General der Infanterie von Emmich, der persönlich im Sturme auf Lüttich die Truppen vorwärts geführt hatte. - Das war ein Freudentag für die deutschen Lande, ein Tag des Glücks für die hannoverschen Söhne in enger Anknüpfung an die Tradition der ruhmvollen Regimenter, denen sie angehörten, die erste große Siegestag verrichtet hatten. - Das war ein Freudentag für die deutschen Lande, ein Tag des Glücks für die hannoverschen, braunschweigischen und oldenburgischen Gauen, deren Söhne in enger Anknüpfung an die Tradition der ruhmvollen Regimenter, denen sie angehörten, die erste große Siegestat verrichtet hatten. - In zwei späteren Mitteilungen des Generalquartiermeisters von Stein wurde sodann das „Geheimnis von Lüttich“ entschleiert. - In einer Depesche des Generalquartiermeisters vom 10. August heißt es: „Französische Nachrichten haben unser Volk beunruhigt. Es sollen 20,000 Deutsche vor Lüttich gefallen und der Platz überhaupt noch nicht in unserm Besitz sein. Durch die theatralische Verleihung des Kreuzes der Ehrenlegion an die Stadt Lüttich sollten diese Angaben bekräftigt werden. Unser Volk kann überzeugt sein, daß wir weder Mißerfolge verschweigen, noch Erfolge aufbauschen werden. Wir werden die Wahrheit sagen und haben das volle Vertrauen, daß unser Volk uns mehr als dem Feinde glauben wird, der seine Lage vor der Welt möglichst günstig hinstellen möchte. Wir müssen aber mit unseren Nachrichten zurückhalten, solange sie unsere Pläne der Welt verraten können. Jetzt können wir ohne Nachteil über Lüttich berichten. Ein jeder wird sich selbst ein Urteil bilden können über die von den Franzosen in die Welt geschrienen 20,000 Mann Verluste.“
    Die Erstürmung der belgischen Festung Lüttich war eine gewaltige Waffentat im Vierjährigen Krieg und so wollen wir Panzertiere den Geburtstag des Eroberers von Lüttich nicht ungefeiert lassen. Unser General Otto von Emmich kam nämlich am heutigen Tag im Jahre 1848 in Minden zur Welt. Im Gallischen Krieg von 1870-71 kämpfte er als junger Offizier und blieb anschließend beim Heer. Im Jahre 1912 wurde er in den Adelsstand erhoben. Neben der Einnahme von Lüttich im Jahre 1914, wirkte er auch an der Schlacht von Gorlice-Tarnow mit. Mit dieser durchbrach unser Feldmarschall August von Mackensen 1915 die russische Front und wendete damit die Kriegslage im Osten zum Guten. Wir Deutschen hatten zwar den Russen in den drei ostpreußischen Schlachten tüchtig aufs Haupt geschlagen, aber die Österreicher schlugen sich nicht mit gleichem Glück. Unser Otto von Emmich war der Sohn eines Obersts und heiratete die Generalstochter Elise Pauline Sophie von Graberg. Für die Einnahme von Lüttich hat unser General von Emmich den Blauen Verdienstorden Friedrichs des Großen abgestaubt und bekommt von der Karo das alte Landsknechtslied „Weit laßt die Fahnen wehen“ zu seinem Geburtstag: https://www.youtube.com/watch?v=140kT4sEWrI „Weit laßt die Fahnen wehen, Wir woll'n zum Sturme gehen Frisch, frei nach Landsknechtsart. Laßt den verlor'nen Haufen Voran zum Angriff laufen Wir folgen dicht geschart. Die Mauern wir erklettern, Die Türme wir zerschmettern Und in die Stadt hinein. Wer uns den Lauf will hemmen, Sich uns entgegenstemmen Der soll des Teufels sein. Es harren unser drinnen Wenn wir die Stadt gewinnen Viel Gold und Edelstein Das wird ein lustig Leben Im Lager uns dann geben Bei Würfelspiel und Wein. Die Reihen fest geschlossen Und vorwärts unverdrossen Falle wer fallen mag. Kann er nicht mit uns laufen So mag er sich verschnaufen, Bis an den jüngsten Tag.“ Bei unserem Geschichtsschreiber Wilhelm Georg hören wir weiter von der Einnahme Lüttichs: https://digital.staatsbibliothek-berlin.de/werkansicht?PPN=PPN723743711&PHYSID=PHYS_0007&DMDID= „Jeden Glückwunsch lehnte er ab: „Was wollt ihr denn, ich habe doch nur meine Pflicht getan!“ war die immer wiederkehrende Antwort. Dann wandte er sich um und schaute weit hinein ins Land. - Am Abend des Siegestages, ein seiner Regen rieselte gerade vom Himmel, wurde in Hannover, Braunschweig, ja weit bis ins fernste Dorf Deutschlands, folgende Depesche bekannt: „Extrablatt. Berlin, 7. August (Meldung des Wolffschen Bureaus). Lüttich ist von den deutschen Truppen im Sturm genommen worden. Nachdem die Abteilungen, die den Handstreich auf Lüttich unternommen hatten, verstärkt worden waren, wurde der Angriff durchgeführt. Heute morgen um acht Uhr war die Festung in deutschem Besitz.“ Ein zweites Extrablatt vom selben Tage verkündet die Verleihung des Ordens „Pour-Le-Merite“ an den General der Infanterie von Emmich, der persönlich im Sturme auf Lüttich die Truppen vorwärts geführt hatte. - Das war ein Freudentag für die deutschen Lande, ein Tag des Glücks für die hannoverschen Söhne in enger Anknüpfung an die Tradition der ruhmvollen Regimenter, denen sie angehörten, die erste große Siegestag verrichtet hatten. - Das war ein Freudentag für die deutschen Lande, ein Tag des Glücks für die hannoverschen, braunschweigischen und oldenburgischen Gauen, deren Söhne in enger Anknüpfung an die Tradition der ruhmvollen Regimenter, denen sie angehörten, die erste große Siegestat verrichtet hatten. - In zwei späteren Mitteilungen des Generalquartiermeisters von Stein wurde sodann das „Geheimnis von Lüttich“ entschleiert. - In einer Depesche des Generalquartiermeisters vom 10. August heißt es: „Französische Nachrichten haben unser Volk beunruhigt. Es sollen 20,000 Deutsche vor Lüttich gefallen und der Platz überhaupt noch nicht in unserm Besitz sein. Durch die theatralische Verleihung des Kreuzes der Ehrenlegion an die Stadt Lüttich sollten diese Angaben bekräftigt werden. Unser Volk kann überzeugt sein, daß wir weder Mißerfolge verschweigen, noch Erfolge aufbauschen werden. Wir werden die Wahrheit sagen und haben das volle Vertrauen, daß unser Volk uns mehr als dem Feinde glauben wird, der seine Lage vor der Welt möglichst günstig hinstellen möchte. Wir müssen aber mit unseren Nachrichten zurückhalten, solange sie unsere Pläne der Welt verraten können. Jetzt können wir ohne Nachteil über Lüttich berichten. Ein jeder wird sich selbst ein Urteil bilden können über die von den Franzosen in die Welt geschrienen 20,000 Mann Verluste.“
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